Koffein - der Wachmacher des Jahrtausends

Wer kennt es nicht: Man sitzt schon seit Stunden vor dem PC, hat die Zeit total vergessen und kann sich einfach nicht losreißen, weil man in seinem Lieblingsgame einen richtig guten Lauf hat. Oder vielleicht hat man gerade beinahe die Abgabefrist für ein Projekt verpennt und muss eine Nachtschicht einlegen... 

Aber so langsam sind die grauen Zellen erschöpft, die Augen fallen zu und das Gehirn meldet sich immer lauter werdend mit "Hallo, ich will schlafen!". Und wer hat es nicht schon mal erlebt, die unfreiwilligen Kuscheleien morgens in der Bahn, wenn der Sitznachbar oder die Sitznachbarin plötzlich leise schnarchend gegen einen sackt. Wenn Schlaf und Erholung gerade keine Option sind, gibt es ein Helferlein, zu dem viele Menschen gerne greifen: Koffein. In diesem Blogartikel wollen wir uns etwas mit diesem Stoff beschäftigen, schließlich ist es auch einer der wichtigsten Bestandteile unseres Performance Drinks. Also - los geht's! 




Die Geschichte des Koffeins

Zunächst ein wenig über den Ursprung des sagenumwobenen Wachmachers: Koffein wurde zunächst als Wirkstoff von Kaffee entdeckt, daher auch der Name. Ursprünglich kommt Kaffee wohl aus Ostafrika (genauer: Äthiopien) und hat von dort aus seinen Siegeszug angetreten. Mit dem Ergebnis, dass die Menschen ihn schon seit mehreren Jahrhunderten nahezu überall auf der Welt trinken. Wann und wie genau jemand darauf kam, aus der Kaffeepflanze das Getränk Kaffee zu machen, ist nicht ganz klar und es gibt verschiedene Theorien - Fakt ist jedoch, dass es anscheinend der Dichter Johann Wolfgang von Goethe war, der sich zuerst so richtig dafür interessiert hat, welcher Wirkstoff im Kaffee für dessen stimulierende Wirkung verantwortlich ist. Daraufhin startete ein Herr namens Friedlieb Ferdinand Runge (seinerzeit Chemiker und Apotheker) seine Untersuchungen und schaffte es 1820, Koffein aus Kaffeebohnen zu isolieren. Fast parallel dazu gelang das auch einigen französischen Apothekern im Jahre 1821.

Koffein ist nicht nur in Kaffeebohnen enthalten, es ist auch der Wirkstoff in Teeblättern (dieser wird zwar auch als T(h)ein bezeichnet und auf andere Art und Weise in unserem Körper freigesetzt, chemisch handelt es sich aber um denselben Stoff) und darüber hinaus in mehr als 60 anderen Pflanzenarten zu finden.

Fun fact: Vom Menschen als Stimulans genutzt, wird Koffein eigentlich deshalb von Pflanzen gebildet, um sich Insekten vom Leibe zu halten, indem diese durch die Aufnahme des Wirkstoffes gelähmt oder sogar getötet werden können.


Was passiert in unserem Körper, wenn wir Koffein zu uns nehmen?

Sobald das Koffein in unsere Blutbahn gelangt, was ungefähr eine halbe bis dreiviertel Stunde nach Konsum passiert, entfaltet es seine anregende Wirkung. Hier ist der bekannteste und beliebteste Effekt die Reduzierung oder sogar Beseitigung von Müdigkeitserscheinungen. Man kann sich besser konzentrieren und das Gehirn wird für eine Zeit etwas leistungsfähiger, gleichzeitig werden die Blutgefäße dort verengt, was bei Kopfschmerzen lindernd wirken kann. Die Blutgefäße im Rest des Körpers erweitern sich hingegen, so können Muskel besser mit Sauerstoff versorgt werden, was wiederum zur erhöhten Leistungsfähigkeit beiträgt. Zusammengefasst: Koffein gibt uns einen kleinen Schubs und neue Energie.


Wie genau wirkt Koffein im Körper?

An dieser Stelle eine kleine Biologiestunde. Wenn unsere Zellen aktiv sind, dann verbrauchen sie Adenosintriphosphat (ATP), das ist sozusagen die Energie extra für unsere Zellen. Während des Verbrauchs wird das ATP abgebaut, dabei entsteht unter anderem Adenosin. Dieses blockiert die Ausschüttung der körpereigenen aufputschenden Stoffe, in dem es sich an bestimmte Rezeptoren ("Andockstellen" an Zellen) setzt und diese aktiviert. Das gibt unserem Körper das Signal, dass es Zeit wird, mal einen Gang runterzuschalten und sich auszuruhen, damit sich unsere Nervenzellen erholen können und uns nicht die Sicherung rausfliegt. Das Koffeinmolekül besitzt eine ähnliche Struktur wie das Adenosin, mit dem Unterschied, dass es zwar an dieselben Rezeptoren andockt, diese aber nicht aktiviert - das "Hey, ich brauche eine Pause"-Signal des Körpers bleibt also aus. Gleichzeitig stimuliert Koffein die geringe Ausschüttung der bereits erwähnten körpereigenen Aufputschmittel, unter anderem Dopamin und Adrenalin. Das bedeutet, dass Koffein nicht selbst eine direkt aufputschende Wirkung besitzt, sondern vielmehr dafür sorgt, dass nach der Ausschaltung des Müdigkeitssignals andere Stoffe unseres Körpers besser wirken können und uns pushen.



Klingt doch gut - wo ist jetzt der Haken?


Wie bei so vielen anderen Dingen gilt auch beim Koffein: Die Menge macht das Gift. In der richtigen Dosierung (die individuell unterschiedlich ist) kann man dessen Vorzüge genießen. Allerdings kann es auch zu Nebenwirkungen kommen, besonders dann, wenn man seinen persönlichen Idealwert überschritten hat. Dann können unangenehme Effekte wie Herzrasen, Zittern und erhöhter Harndrang auftreten. Und, naja, ständig auf die Toilette rennen zu müssen, wirkt nunmal nicht unbedingt leistungsfördernd...

Kann man die Nebenwirkungen von Koffein umgehen und was hat der Performance Drink zu tun?

Ja, das kann man. Die einfachste Möglichkeit ist natürlich, vollständig darauf zu verzichten, denn jeder Mensch hat sein eigenes "Ideallevel" an Koffein und dieses per Selbstversuch auf ein Milligram genau zu bestimmen, ist ziemlich kompliziert. Aber was kann man tun, wenn man trotzdem koffeinhaltige Getränke konsumieren und sich dabei nicht die ganze Zeit Sorgen um das mögliche Auftreten von Nebenwirkungen machen möchte? Genau diese Frage haben wir uns bei der Entwicklung unseres Performance Drinks auch gestellt. Und auch die Antwort gefunden: L-Theanin! Wer jetzt die Zutatenliste checkt, wird feststellen, dass L-Theanin dort nicht als einzelner Bestandteil aufgeführt wird. Das liegt daran, dass wir unserem Drink kein isoliertes L-Theanin hinzufügen, das ist nämlich seit 2003 in Deutschland verboten. Bei L-Theanin handelt es sich um eine Aminosäure, die unter anderem Bestandteil von grünem Tee ist und Grünteeextrakt findet man auch auf der Zutatenliste unseres Drinks. Die Aminosäure sorgt unter anderem für eine Verstärkung der Alphawellen im Gehirn, was eine entspannende und beruhigende Wirkung hat.

Moment - wird damit nicht die Wirkung des Koffeins beseitigt?

Nein, die positiv-stimulierenden Effekte werden sogar noch verstärkt, da L-Theanin durch seine beruhigende Wirkung dafür sorgt, dass Nebenwirkungen des Koffeins wie Herzrasen oder Zittern ausbleiben. Koffein und L-Theanin ergänzen sich somit sehr gut, gleichen die Schwächen des jeweils anderen Stoffes aus und sorgen in Kombination dafür, dass du eine echte verbesserte Leistungsfähigkeit spüren kannst. 

Deshalb enthält unser Performance Drink nicht nur Koffein, sondern auch Grünteeextrakt und somit L-Theanin - eben für echten Laserfokus 😉

Trotzdem sollte man den empfohlenen Tagesrichtwert von ca. 400mg (für einen gesunden Erwachsenen!) nicht auf Teufel komm raus überschreiten oder auf einmal zu sich nehmen.

In unserem Performance Drink wird Koffein zwar durch das L-Theanin etwas "umgänglicher" gemacht, dennoch sollte es natürlich nicht zum Standard werden, bei jedem noch so kleinen Anzeichen von Müdigkeit eine Palette Performance Drinks zu schlürfen - mal übertrieben gesagt 😄 Manchmal ist das beste Mittel gegen Müdigkeit und für neue Konzentration auch einfach eine ordentliche Mütze Schlaf.

Älterer Post Neuerer Post